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Fachbereich 31 - Öffentliche Sicherheit und Ordnung


Hinweise zur Aufbewahrung von Schusswaffen/Munition

Jeder Besitzer von Schusswaffen und Munition hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass diese Gegenstände abhanden kommen  oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen (§ 36 Abs. 1 Satz 1 WaffG). Hierbei ist folgendes besonders zu beachten:
  1. Schusswaffen und Munition dürfen grundsätzlich nur getrennt voneinander aufbewahrt werden (§ 36 Abs. 1 Satz 2 WaffG). Ausnahmen vgl. beiliegende Übersicht.
  2. Als Mindeststandard für die Aufbewahrung von Munition  (unabhängig, ob erlaubnis-frei oder erlaubnispflichtig) ist ein festes verschlossenes Behältnis anzusehen.
  3. Die gemeinschaftliche Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition durch berechtigte Personen in einer häuslichen Gemeinschaft ist zulässig (§ 13 Abs. 10 AWaffV). Bsp. Vater und Sohn, beide Jäger, die gemeinsam in einem Haus wohnen.
  4. Für erlaubnisfreie Schusswaffen (z. B. Luftdruckwaffen, Schreckschusswaffen) ist ein festes verschließbares Behältnis zur Aufbewahrung ausreichend.
  5. In einem nicht dauernd bewohnten Gebäude (z. B. Jagdhütten, Wochenend-, oder Ferienhäuser) dürfen nur bis zu 3 Langwaffen aufbewahrt werden, sofern die Aufbewahrung in einem Sicherheitsbehältnis der Norm DIN/EN 1143-1 Widerstands-grad 1 erfolgt (§ 13 Abs. 6 AWaffV).
  6. Die Behörde kann eine andere gleichwertige Aufbewahrung zulassen wenn die Aufbewahrung der Schusswaffen und Munition in einem Waffenraum aufbewahrt werden, der dem Stand der Technik entspricht (z.B. bei Waffensammlern,  Aufbewahrung von Vereinswaffen in Schützenhäusern). In Fällen dieser Art ist die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle zu beteiligen.
  7. Die Schlüssel zu den Waffenschränken müssen sich ausschließlich in der alleinigen Zugriffsgewalt des berechtigten Waffenbesitzers befinden. Kein Unbefugter - auch nicht Familienmitglieder -  dürfen eine Zugriffsmöglichkeit auf die Schlüssel und somit auf die Schusswaffen und Munition haben!
Ein Verstoß gegen die gesetzlich vorgegebenen Aufbewahrungsvorschriften stellt
gem. § 53 Abs. 1 Nr. 19 WaffG eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann.

Zudem hat dies Auswirkungen auf die waffenrechtliche Zuverlässigkeit eines Waffenbesitzers (§ 5 Abs. 1 Nr. 2b WaffG). Ein Verstoß kann daher zum Widerruf der Waffenbesitzkarte, des Jagdscheins führen!

Gem. § 36 Abs. 3 Satz 1 WaffG kann sich die Behörde jederzeit die Aufbewahrung der Schusswaffen/Munition nachweisen lassen! In begründeten Fällen ist die Behörde berechtigt die Aufbewahrung vor Ort zu überprüfen, der Zutritt zum Ort der Aufbewahrung ist zu gewähren, § 36 Abs. 3 Satz 2 WaffG.

Welchen Waffenschrank Sie für Ihre Schusswaffen/Munition benötigen können Sie dieser Übersicht (pdf) entnehmen.

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