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Fachbereich 42 - Naturschutz


Geschützte Arten

Im Washingtoner Artenschutzabkommen (WA) sind heute weltweit mehr als 8.000 Tierarten und 40.000 Pflanzenarten unter Schutz gestellt. Dazu gehören zum Beispiel Schildkrötenarten, Großkatzenarten, Greifvögel, Riesenschlangen und Orchideen.

Die Ein- und Ausfuhr dieser Arten in die Europäische Union ist verboten beziehungsweise stark reglementiert. Alle EU-Mitgliedsstaaten sind durch eine Verordnung verpflichtet, das Washingtoner Artenschutzabkommen gemeinschaftlich anzuwenden. Durch das Bundesnaturschutzgesetz und die Bundesartenschutzverordnung werden die internationalen Regelungen national ergänzt und ausgefüllt. Somit sind nicht nur Exoten, sondern auch heimische Arten unter Schutz gestellt.

Durch die Europäische Vogelschutzrichtlinie werden alle europäischen Vogelarten geschützt, zum Beispiel Mauersegler, Sperling, Amsel und Elster. Die europäische Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) stellt weitere Arten unter Schutz. Darüber hinaus werden durch die Bundesartenschutzverordnung heimische Tier- und Pflanzenarten geschützt.

Vor jedem Kauf sollte man sich über den Schutzstatus der Tiere und Pflanzen informieren. Den Schutzstatus kann man auch im wissenschaftlichen Informationssystem zum Internationalen Artenschutz (WISIA) abfragen. Für besonders geschützte Tiere und Pflanzen sind Zugriff, Besitz und Vermarktung grundsätzlich verboten. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Ausnahmen möglich.

Vorsicht in Urlaubsländern
Jeder Kauf eines Tieres ermutigt den Verkäufer, sich "Nachschub" aus der freien Natur zu besorgen. Nur etwa jedes fünfte Tier erreicht lebend den Handel! Unter das Handelsverbot fallen auch Bestandteile der geschützten Tier- und Pflanzenarten wie zum Beispiel Federn, Elfenbein, Ketten aus Schildkrötenpanzer oder Felle.

[ Aufgabenbereiche > Natur & Umwelt > Naturschutz ]